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Deutsche
Botschaft Bangkok: Beamte, Freundlichkeit und "gute Freunde"
(Von Raimund Haerthe,
Chiang Mai. Entnommen aus dem täglichen Newsletter des Thai-Ticker vom
26.08.05 - Web- und eMail-Adresse unten)
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Liebe Leser/innen
!
Ich möchte hier wirklich niemanden verteidigen; geschweige denn etwas
schönreden. Aber was man so alles hört und auch manchmal liest über die
"bösen" Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Bangkok, das
stimmt einen doch sehr traurig.
Es ist leider so, dass die Vielen, denen in Punkto Visa-Antrag geholfen
wurde, die es also besser wissen müssten, dass eben diese sich nie zu
Wort melden. Angebliche Problemfälle jedoch werden breitgetreten. Die
anderen Fälle: Nun, darüber lohnt es sich doch nicht zu berichten. Die
sind nicht spektakulär.
Dabei liegen die Probleme zumeist nur am gegenseitigen Informationsaustausch.
Was kann z.B. eine Botschaft im Gastland tun? Auch ein Problem: Viele von
uns haben keinerlei Erfahrung im Lesen von Anträgen sowie dem richtigen Ausfüllen
der Zeilen. Nur: Fragen sind nun einmal dazu da, so ausführlich wie
möglich beantwortet zu werden. Sollte eine Zeile zu klein sein, so kann
man ein Blatt, eine Kopie usw. dazulegen.
Machen sie es dem Botschaftspersonal also doch bitte leichter eine
Entscheidung zu fällen. Wenn Anträge abgelehnt werden kann es auch daran
liegen, dass unvollständige Angaben gemacht wurden.
Warum soll der Beamte in Thailand plötzlich beim Bearbeiten Ihres Antrags
"blind" werden und nur noch nicken dürfen? Der Botschaftsbeamte
ist bestimmt nicht Ihr Feind. Er macht seinen Job; und zwar nach den
Vorgaben, die den Botschaften vorliegen. Nur in diesem Rahmen kann er
Entscheidungen fällen. Je mehr er also weiß, desto leichter kann er
Entscheidungen fällen. Dabei ist es ihm egal ob sie Müller, Meier oder
Schmitz heißen.
Jeder Antrag ist ein Vorgang und muss einzeln behandelt werden.
Sie haben eventuell schon einmal die Schlange der Antragsteller vor der
Deutschen Botschaft in Bangkok gesehen.
Natürlich möchte keiner warten. Jeder möchte SOFORT eine Entscheidung
haben.
Das geht aber vielfach nicht, denn es fehlen einfach Personal und Räumlichkeiten.
Eine andere Behauptung die man öfter hört besagt, in der Deutschen
Botschaft käme man sich vor wie in einem Hochsicherheitstrakt. Daran ist
aber sicher nicht der Bearbeiter schuld. Halten Sie sich doch bitte einmal
vor Augen, was auf der Welt (gerade in Botschaften) passiert ist.
Dass man darauf mit verschärften, verstärkten Sicherheitsvorschriften
reagiert, ist doch wohl mehr als verständlich. - Oder würden Sie Ihren
Arbeitsplatz gegen einen solch gefährlichen tauschen? Unfreundliche
Thai-Angestellte: Die Behauptung, dass es in der Deutschen Botschaft
Bangkok angeblich "so unfreundliche" thailändische
Sachbearbeiter/innen gibt, tut mir sehr leid. Ich kann es mir einfach
nicht vorstellen, dass dem so ist. Ist es nicht evtl. eine
"Schutzbehauptung" Ihrer Freundin bzw. Ihres Freundes, weil sie
/ er etwas nicht verstanden hat? Oder hat es ein Deutscher gesagt, weil
die / der Thai seinen Gedankengang nicht sofort nachvollziehen konnte. ...
Da kann ich nur sagen: "Wie man es in den Wald hinein schreit, so
schallt es auch wieder heraus."
Dann noch
etwas sehr wichtiges: Der "deutsche Freund", der alles so gut
weiß; auf alle Fragen eine Antwort hat; der alles und alle auf der
Botschaft persönlich kennt (nur ihn kennt dort keiner), der mit Ratschlägen
so schnell bei der Hand ist, der von einem anderen Freund gehört
hat, dass ....
Also, ich kann nur raten: Glauben Sie nicht alles, was so am Biertresen
geredet wird ... Ich möchte hier niemandem etwas unterstellen. Aber jeder
Fall ist eine Einzelentscheidung. Was bei ihm zugetroffen ist, das muss
noch lange nicht bei Ihnen zutreffen.
Thai-Ticker
by Raimund Haerthe
Chiang Mai, Thailand
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