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Als ich Ende der 80er Jahre erstmals Thailand besuchte, geschah dies ganz privat. Ohne einen Gedanken daran, jemals dort und in Deutschland ein touristisches Unternehmen zu gründen. Und erst recht ohne daran zu denken, den Kindern dort in irgendeiner Weise zu helfen. - Nein: ich wollte einfach nur meinen Urlaub fernab der Heimat genießen.
Gebucht hatte ich seinerzeit über ein Kölner Reisebüro den Flug. Sonst nichts. Vor Ort, also in Thailand selbst, organisierte ich dann die Unterkünfte und (leider) auch einige Gruppentouren über ein dort ansässiges österreichischen Reisebüro. -
So sah ich zwar etwas vom Land, erfuhr aber trotz 4 Wochen Aufenthalt wenig von dessen Leuten und ihrer Kultur.
Trotzdem war ich so fasziniert von den neu gewonnen Eindrücken, dass ich schon kurz darauf die nächste Reise nach Thailand buchte. Diesmal komplett in Eigenregie. So geriet ich dann auch (übermüdet vom Flug) direkt nach der Landung an den Ersten, der mich richtig übers Ohr haute: Einen Taxifahrer, der für eine kurze Tour den fünffachen des üblichen Preises berechnete. - Die weitere Reise führte nach Pattaya, genauer gesagt an die Jomtien Beach, in ein kleines Hotel. Da ich dort der einzige Gast war (Regenzeit), hatte ich nicht nur den Pool für mich alleine, sondern sehr bald auch das gesamte Personal und den General Manager auf meiner Seite. - Mit letzterem freundete ich mich an und so gelang es mir, mit diesem eine zweiwöchige Privattour ins Landesinnere zu arrangieren. Diese führte über Bangkok an den River Kwai, sowie weiter über den Isaan bis hinauf in den hohen Norden und auch nach Koh Chang, einer damals noch völlig unbekannten Insel. Das Tollste jedoch: Übernachtet wurde jeweils bei Verwandten und Bekannten des GM, sowie auf Hausbooten und in kleinen, abgelegenen Resorts. - Wieder in Pattaya angekommen tauchten wir - als mittlerweile gute Freunde - zum Abschluss der Rundreise dann noch ins (damals wirklich) berühmt-berüchtigte Nachtleben ein. Nein, nicht das, welches die Touristen zu sehen bekommen, sondern in das der Einheimischen, welches auch heute noch als "top secret" zu bezeichnen ist. - Und nochmals nein: Nicht das Nachtleben, welches Sie jetzt wahrscheinlich vermuten: Mit dem Nachtleben der Einheimischen sind Country-Clubs mit Life-Bands, Freiluft-Karaoke-Bars, etc. gemeint.
Zurück in Deutschland schwärmte ich wohl so von dieser Reise, dass sich schon sehr schnell eine stattliche Zahl interessierter Freude fand, mit denen ich gemeinsam die nächste Reise plante und unternahm.
Während dieser Reise geschah es dann, dass der Gedanke zur Unternehmensgründung als Reiseveranstalter reifte, was dann 1989 realisiert wurde.
Die ersten Gäste buchten, kamen (zufrieden) zurück, und berichteten mir von einem der CHENTHAYTRAVEL-Fahrer vor Ort, der das für ihn gesammelte Trinkgeld einem Waisenheim in Pattaya übergeben habe, als man dort auf der Rückfahrt ins Hotel vorbeikam. - Zunächst hielt ich dies für einen gelungenen Gag. Der Gedanke daran aber ließ mich nicht mehr los, und so erkundigte ich mich während der nächsten Thailandtour bei besagtem Fahrer über dessen Beweggründe. - Heraus kam, dass er genau in diesem Waisenhaus (dem von Fr. Brennan) groß geworden war und sich diesem somit (wohl aus buddhistischen Glaubensgründen) verpflichtet fühlte. - Ich sah mir dann auch noch zusammen mit unserem Fahrer das Heim an, war begeister und überzeugt vom guten Tun, und fort an gab es dann die CHENTHAYTRAVEL-Kinderhilfe, welche wir nicht nur all unseren werten Reisefreunden, sondern auch Ihnen zur Unterstützung ans Herz legen.
Geschrieben zu Gummersbach am 19.05.2009/2552 - W. Etges - Inhaber / CHENTHAYTRAVEL (CTT)
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