CHENTHAYTRAVEL : "Ich rolle langsam durch Chiang Mai"


Teil 1

Nachfolgenden Bericht veröffentlichen wir 
mit freundlicher Erlaubnis von Raimund Haerthe, 
der schon etliche Jahre in Chiang Mai lebt, 
und der uns dazu dankenswerter Weise seine Erlaubnis gab.
(Chiang Mai / Gummersbach im Juli/August 2002)

Chiang Mai, Thailands zweitgrößte Stadt und das am schnellsten wachsende Handelszentrum, liegt im Norden Thailands. Die Stadt hat sich auch zu einer der wichtigsten Attraktionen für in- und ausländische Touristen entwickelt hat. Sie liegt in einem flachen Tal mit Reisanbau an den Ufern des Flusses Ping, 300 m über dem Meeresspiegel und ist zudem von Bergen umgeben, deren höchster, der üppig bewaldete, 1675 m hohe Doi Pui, die Stadt im Westen überragt.
Historisch lag Chiang Mai abseits aller wichtigen Ereignisse in Thailand. Die bergige Gegend blieb vom Rest des Landes isoliert und entwickelte sich unter burmesischem Einfluss unabhängig zum Zentrum eines nördlichen Königreichs. Erst durch den Bau von Straßen und der Bahnlinie in den Norden wurde Chiang Mai in ein vereinigtes Siam (vormals der Name von Thailand) intrigiert. Bevor die nördliche Bahnlinie 1920 bis ins Ping-Tal vordrang, war die Reise nach Chiang Mai eine größere Expedition über schlecht markierte Pfade und über Flüsse ohne Brücken. Wer den Unbilden trotzte und dennoch nach Chiang Mai kam, fand eine idyllische Stadt in einem fruchtbaren Tal. So kam es zu dem Ruf einer "Rose des Nordens", vor allem eine Stadt der alten Tempel, von angenehmen, freundlichen Leuten bewohnt, unverdorben von der Außenwelt und mit Bräuchen und Kunsthandwerk, die über Jahrhunderte verfeinert worden waren.
Chiang Mai bezaubert seine Besucher nach wie vor mit seinen Bergen und Tempel. Aber die Stadt wächst rapide. Nur die Tempel sind noch alle auf ihren alten Plätzen. Die moderne Stadt hat sich weit über die alten Stadtmauern hinaus ausgedehnt. Bei einem Gang über den Nachtmarkt mit all seiner plärrenden Musik und den Marktschreiern zeigt es sich, wie weit Chiang Mai von seiner Vergangenheit entfernt ist.
Die Stadtmauern, ca. 1 km vom Westufer des Ping entfernt, sind zerbrochen und eingestürzt. Der Stadtgraben, noch recht gut erhalten, wurde in den letzten Jahren nachgezogen und die fünf Stadttore sind restauriert worden. Im Gebiet zwischen Ostwall und dem Ping hat sich ein modernes Viertel entwickelt, besonders entlang der Tha Pae-Road. Die Bahnstation, die Hauptpost und der Busbahnhof, liegen allesamt auf der Ostseite des Flusses, der von vier kleinen Brücken überspannt wird.
Chiang Mai ist vor allem eine Tempelstadt. Es gibt 36 Wats (Tempel) innerhalb der alten Stadtmauern und noch mehr in der Umgebung. Es wäre müßig, sie alle aufzählen zu wollen. Es gibt aber innerhalb und außerhalb der Stadt noch viele andere Sehenswürdigkeiten. Das kleine, aber gut geführte Chiang Mai-Nationalmuseum, der Zoo von Chiang Mai, das Stammesforschungs-Zentrum ... und ein muss für jeden Besucher Chiang Mais: der Nachtbasar.
Es gibt hier in Chiang Mai mehrere Bowling Bahnen, eine Go-Kart Bahn, es finden internationale Rallyes statt, im "Central" wird auch mal ein MUSICAL gespielt. Es gibt etliche große Kinos worin US Filme mit Thai-Untertiteln gezeigt werden: im Central und im neu erweiterten Robinson am Airport. Und für die Jugend (?) mehrere große Diskotheken. Es gibt viele große Seen und Wasserfälle … usw.

Im nächsten Teil werde ich dann mit meiner eigentlichen Tour beginnen.

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