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CHENTHAYTRAVEL - YINJOCK - ONLINEMELDUNG |
Date: 30.07.2004 / Jahrgang 07 / Ausgabe 074 |
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Thailand-Urlaub: Hitze, Sex und heiße Öfen |
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Alkohol, leichtsinnige Motorradausflüge und zu große körperliche
Anstrengungen in einschlägigen Etablissements: Immer wieder enden
Thailand-Aufenthalte für Urlauber aus Deutschland tödlich. Ursache dafür
ist meist das Überschätzen der eigenen Fähigkeiten und Kräfte. Das
gilt für Unfälle mit Motorrädern, die in Ferienzentren zu
Schleuderpreisen und ohne Versicherung vermietet werden sowie für meist
ältere Herren, die beim Liebesakt einem Herzversagen erliegen. Dies bestätigen
Ärzte in Thailand ebenso wie die Botschaften Deutschlands und anderer Länder
in Bangkok. Während die einheimischen Lenker der Zweiradtaxen in Thailands Hauptstadt auf verstopften Straßen bei waghalsigen Zickzack-Manövern Routine zeigen, herrscht bei Urlaubern auf "heißen Öfen" oft bodenloser Leichtsinn. Ob auf Phuket, in Pattaya oder auf Koh Samui: Manche Gäste düsen nach mehreren Drinks ohne Helm, in Shorts und T-Shirt am Strand oder die Schnellstraße entlang, mancher noch mit der Bierflasche in der Hand. Walter Skrobanek, der aus dem Raum Frankfurt stammt und seit 20 Jahren als Entwicklungshelfer im Land lebt, sagt: "Wie leichtsinnig in den Ferienzentren gefahren wird, ist kaum nachvollziehbar." Das bestätigt auch Guido Kröhl aus Königs Wusterhausen bei Berlin, der in Pattaya eine Gaststätte hat: "Ich bin seit vielen Jahren Biker und liebe heiße Öfen. Aber wenn ich sehe, wie fahrlässig meine Landsleute und andere Touristen sind, vergeht mir fast die Lust am Fahren." Im Jahr 2000, als in Thailand etwa 400.000 Gäste aus Deutschland Strände und Tempel besuchten, wurden der Botschaft insgesamt 120 Todesfälle auf Grund von Krankheit, Alter und Unfällen gemeldet - davon rund 30 Verkehrsunfälle. In etwa die Hälfte dieser Unfälle seien Motorradfahrer verwickelt gewesen. Ein anderes Problem sind allein reisende Herren, die nach ungewohnten Hitzestunden am Strand und alkoholischen Drinks in diversen Bars noch Leibesübungen der besonderen Art reizen. Nicht selten soll ein stimulierendes Mittel in Pillen- oder anderer Form die sexuelle Leistung fördern. Die Zahl der Fälle von Herzversagen nach dieser hochgefährlichen Mischung ging in den vergangenen Jahren merklich nach oben. Ärzte in Touristenzentren warnen, dass dieser "Freudencocktail" gerade für Urlauber, die schon mit labiler Gesundheit ins Land fliegen, besonders risikoreich sei. Das Auswärtige Amt in Berlin rät dringend, vor einer Reise nach Thailand den Unfall- und Krankenversicherungsschutz zu prüfen und eine solche Versicherung abzuschließen. Für den Notfall sollte sie auch einen schnellen Kranken-Rücktransport beinhalten. Die privaten Ärzte und Kliniken, die die meisten Ausländer in Thailand bevorzugen, haben internationalen Standard und einen ebensolchen Preis. (gms / www.lifeline.de / Thai-Ticker) |